Wie alles begann

Die Geschichte des Heldenmarkt begann mit einem Paar Turnschuhen. Heldenmarktgründer Lovis Willenberg hatte 2006 im Greenpeace Magazin einen Artikel gelesen über Schuhe aus 99% recycelten Materialien. Neben der Optik begeisterte ihn die Idee, bereits vorhandene Materialien neu für Schuhe einzusetzen. Als Landschaftsplaner mit ökologischem Grundwissen wusste er, dass die Modeindustrie einen großen Anteil an der Belastung der Ökosysteme hat. Als Alternative zur konventionellen Mode kannte er damals nur den Waschbär Katalog der wenig Angebote für modebewusste junge Menschen beinhaltete. Der damalige Look ließ sich liebevoll als wallawalla beschreiben, bestätigte jedoch das weit verbreitete Vorurteil, dass grüne Mode unsexy und spaßfrei ist.

Die genannten Schuhe von Wornagain widersprachen diesem Klischee jedoch radikal, weswegen Lovis so fasziniert war. Ihm war klar, dass er diese Schuhe tragen wollte. Bei seinen Recherchen stellte er jedoch fest, dass es keinen Händler gab, der diese Schuhe in Deutschland anbot.

Altars

Er verdiente damals sein Geld als DJ und war Inhaber zweier Plattenläden in Berlin, das verschaffte ihm die Möglichkeit, die Schuhe als Unternehmer zu importieren. Einziger Haken, er musste einen ganzen Satz kaufen, d.h. von Größe 37-46. Mittlerweile hatte er weitere coole Marken entdeckt, die geschmackvolle grüne Mode für Menschen unter 40 anboten. Am Ende verkaufte er in einem seiner Läden fortan nicht nur die neueste Musik sondern auch grüne Mode.

Dass die Begegnung mit einem Paar Schuhe, sein Leben derart verändern würde, war damals noch nicht abzusehen. Aber er tauchte tiefer in das Thema Nachhaltigkeit (dieser Begriff war damals noch ein Fremdwort) ein und entdeckte mehr Enthusiasten und Verrückte wie ihn, die die Welt verändern wollten, aber kaum Wahrnehmung hatten.

Denn so wie er, saßen die meisten dieser ÖkospinnerInnen in Nebenstraßen und wussten nicht einmal wie man eine Pressemitteilung verfasst. Aber sie hatten Leidenschaft und waren besessen von der Idee, das bestehende Konsumsystem positiv zu verändern. Um die Reichweite und die Wahrnehmung der vielen tollen Ideen zu vergrößern, brauchte es ein cooles Event – den Heldenmarkt.

Im Frühjahr 2010 erstmals in Berlin veranstaltet, kamen in den folgenden Jahren weitere Städte hinzu. Hamburg, München, Stuttgart, Bochum, Nürnberg, Dortmund, Leipzig, Hannover und Lindau am Bodensee.

Wie für viele Projekte der Veranstaltungsbranche brachte Corona im Frühjahr 2020 den Stillstand und drohte Deutschlands größte Nachhaltigkeitsmesse für immer zu beenden. Glücklicherweise erlebt der Heldenmarkt seit Herbst 2021 einen Neustart, konzeptionell weiterentwickelt und mit großen Plänen für die Zukunft. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit von Lovis Willenberg und Fleet Events, einem der größten deutschen privaten Messe- und Kongressveranstalter.

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